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Wirtschaft
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Ende des 19. Jhs. begann der industrielle Abbau der Kupfererze in Nord- und Mittelchile. Bald stieg Chile zum weltgrößten Produzenten des roten Metalls auf. Die einseitige Abhängigkeit von der Rohstoffausfuhr hat in der Vergangenheit immer wieder zu Krisen geführt.
Aber seit den von der Militärregierung Anfang der 1980er Jahre durchgedrückten neoliberalen Reformen, der Privatisierung der Staatsbetriebe (außer dem Kupferkonzern Codelco) und der Öffnung zum Weltmarkt sind Chiles Land- und Forstwirtschaft blühende Wirtschaftszweige geworden. Chilenische Erdbeeren, Pfirsiche und Trauben gehen aus dem Südsommer per Luftfracht in die Supermärkte der Nordhalbkugel. Ebenso Butter, Wein und Tiefkühlfisch: Binnen kurzem ist Chile zum zweitgrößten Lachsexporteur nach Norwegen avanciert.
Das Wirtschaftswachstum der letzten zwei Jahrzehnte hat Chile den Status eines Schwellenlandes und einer wachsenden Mittelschicht relativen Wohlstand beschert. Zwar lebt offiziell immer noch ein Fünftel der Bevölkerung unter der Armutsgrenze, und die Spanne zwischen Arm und Reich ist enorm. Doch im lateinamerikanischen Vergleich schneidet Chile bestens ab, was wirtschaftliche Stabilität und Lebensstandard angeht. Dies ist nicht zuletzt dem gänzlich "unlateinischen" Fleiß und Ehrgeiz der Chilenen geschuldet. Sie gelten als die Preußen des Kontinents, Korruption und Schlendrian halten sich in Grenzen, und nirgends auf der Welt wird so lange gearbeitet wie hier (2400 Stunden im Jahr).
Chiles Wirtschaft hat sich nach einer Flaute um die Jahrhundertwende
wieder erholt und ist auf verstärktem Wachstumkurs
(2007: 5,2 Prozent). Auch
die Währung - der
Chilenische Peso - hat verschiedenen internationalen Krisen
stand gehalten und ist trotz zyklischer Schwankungen vergleichsweise
stabil. |
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Kupfergewinnung in El Teniente


Weinanbau in der Zentralzone
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