Die Stadtparks von Santiago

Ein Überblick über die schönsten innerstädtischen Parks der chilenischen Hauptstadt.

Parque Forestal

Der im Jahr 1901 vom französischen Landschaftsplaner Jorge Dubois geplante Park erstreckt sich entlang des Río Mapocho am Nordrand des alten Zentrums und lädt zu jeder Jahreszeit zum Schlendern ein. Am Wochenende bevölkern sich seine schattigen Rasenflächen und Spielplätze mit Familien und Eisverkäufern und seine Alleen mit Joggern und Radfahrern. Und vor dem Museo de Arte Contemporáneo kann man jungen Akobraten, Performance-Künstlern und Capoeira-Kämpfern bei ihrem bunten Treiben zusehen.

Cerro Santa Lucía

Hier, inmitten des historischen Zentrums, gründete Pedro de Valdivia 1541 die Stadt Santiago. Oben auf dem 69 m über Straßenniveau aufragenden grünen Hügel befinden sich Reste eines kleinen Forts und eine Terrasse mit schönem Stadtblick (s. Stadtrundgang).

Parque Metropolitano

Mitten in der Stadt erstreckt sich dieser mit 722 Hektar größte Park. Santiagos grüne Lunge wird von der Hügelkette des Cerro San Cristóbal (880 m) gebildet, dessen Südwestspitze mit der riesigen Marienfigur 280 Meter über die Stadt aufragt. Santiagos "Central Park" beherbergt einen Zoo, Aussichtsterrassen, Restaurants, Picknickplätze und einen Botanischer Garten. Wanderwege, eine gewundene Straße und eine Zahnradbahn aus dem Jahr 1925 (Funicular) erklimmen den Hügel. Von oben bieten sich tolle Blicke über das Häusermeer auf die Berge, am besten bei Abendsonne. Die schönste Aussicht auf die neueren Stadtviertel mit ihren Glastürmen eröffnet sich vom östlichen Teil des Parks aus, nahe der Plaza Antilén und vom neuen Amphitheater Pablo Neruda. Vor allem am Wochenende tummeln sich auf dem weitläufigen Hügel die Freizeitsportler per pedes oder per Rad, und zwei schön gelegene Freibäder - Tupahue und Antilén - füllen sich im Sommer mit Wasserratten.

Quinta Normal

Dieser traditionsreiche Stadtpark im Westen des alten Zentrums, voller Museen und spielender Kinder, belebt sich vor allem an Sommerwochenenden. Einen Besuch lohnen vor allem das Museo de Historia Natural (Museum für Naturgeschichte) direkt im Park sowie das benachbarte Museo de la Memoria, welches den Opfern der Militädiktatur 1973-1990 gewidmet ist.

Parque Bicentenario

Dieser relativ junge Park wurde erst in den letzten Jahren entlang des Río Mapocho im Stadtteil Vitacura angelegt. Er ist bereits jetzt wegen seiner ausgedehnten Rasenflächen, vielfältigen Spielplätze und Radwege überaus beliebt bei Familien und Freizeitsportlern.