Fahren in Santiago
Die meisten übernehmen den Mietwagen in Santiago, daher hier zunächst ein paar Tipps zum Verkehr in der Fünf-Millionen-Metropole.
Nur erfahrene Autofahrer sollten sich in das Getümmel der Großstadt Santiago stürzen. Wer es wagt, begegnet den forsch fahrenden Chilenen am besten defensiv und besteht nicht auf Rücksichtnahme. Immerhin werden Ampeln weitgehend respektiert, ansonsten aber laden die sonst so freundlichen Chilenen am Steuer ihre unterdrückten Aggressionen ab. Sie wechseln oft und gern die Spur ohne zu blinken, springen in enge Lücken und blockieren Kreuzungen. Fußgänger und Radfahrer müssen auf der Hut sein, z.B. vor rücksichtslosen Rechtsabbiegern, denen die grüne Fußgängerampel egal ist. Die Hupe ist das Lieblings-Instrument der Drängler, die auch von Sicherheitsabstand oder Einfädeln noch nie etwas gehört haben. Zum Glück wird das Straßenverkehrs-Ambiente freundlicher, je weiter man ins Land vorstößt.
Planung
Wichtig ist, sich in den Großstädten die Route
genau zurechtzulegen; nutzen Sie hierzu nach Möglichkeit Google Maps oder Mapcity. Santiagos Straßen sind unübersichtlich,
schlecht ausgeschildert und voller Löcher. VORSICHT:
Auf einigen großen Achsen wechselt je nach Spitzenzeit
die Fahrtrichtung! An Tagen mit den Smogwarnstufen Pre-emergencia
oder Emergencia gilt ein Fahrverbot auch für Katalysator-Wagen
mit bestimmten Endnummern, die in den Medien bekannt gegeben
werden. Davon sind auch Leihwagen betroffen!
Unterschätzen Sie nicht die riesigen Entfernungen
in Chile! Jenseits der zur Autobahn ausgebauten Panamericana
sinkt die maximale Reisegeschwindigkeit angesichts von
Erd- und Schotterpisten. Unser Tipp: Wenn Sie Ihren Urlaub
nicht hinter dem Steuer verbringen wollen, planen Sie
für lange Strecken genügend Zeit und Zwischenstopps
ein oder (besser) beschränken Sie sich auf eine Region!
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Geschwindigkeit
In Ortschaften sind 60 km/h erlaubt, auf Landstraßen
maximal 100 km/h - mehr gibt der Straßenzustand
auch meist nicht her. Auf den Autobahnen gilt auf den
meisten Abschnitten ein Limit von 120 km/h. Die Geschwindigkeit
wird besonders auf Landstraßen und Autobahnen oft
kontrolliert, die Strafen sind empfindlich und mit einer
mühsamen bürokratischen Prozedur verbunden.
Benzin
Benzin gibt es in den Varianten 93, 95 und 97 Oktan, ist
grundsätzlich bleifrei und kostet etwa 0,80 EUR pro
Liter. Diesel kostet ca. 0,70 EUR. Die Preise steigen
mit der Entfernung von der Hauptstadt. Lassen Sie sich
vom Autovermieter sagen, welchen Kraftstoff der Wagen verwendet.
Maut
Auf den Ausfallstraßen aus Santiago sowie auf
den meisten Abschnitten der Panamericana und anderen
Autobahnen wird an Mautstellen eine Gebühr erhoben
(ca. 2-4 EUR, an Wochenenden das Doppelte). Die Panamericana
wurde in den letzten Jahren von La Serena bis Puerto
Montt zur modernen vierspurigen Autobahn ausgebaut.
Die Stadtautobahnen
in Santiago funktionieren
mit einem elektronischen Mautsystem, welches die Gebühren
über ein an der Windschutzscheibe angebrachtes
Gerät namens TAG erfasst. Eine Online-Abrechnung
der Gebühren für Mietwagen ist bislang nicht
möglich. Unsere Verleihpartner erheben daher entweder
eine Tagespauschale von ca. 7,50 EUR für alle in Santiago
gemieteten Wagen oder buchen die realen Mautgebühren
im Nachhinein von der Kreditkarte des Kunden ab.
Jenseits der Panamericana
Vor Fahrten in unbekanntes Gelände ist es ratsam, sich nach den Straßenbedingungen zu erkundigen. Die meisten Nebenstrecken sind nicht asfaltiert, und Schotterpisten - von sehr unterschiedlicher Qualität - können besonders nach längeren Regenfällen in Mitleidenschaft gezogen werden. Unerfahrene sollten auf diesen Straßen besondere Vorsicht walten lassen. Bei längeren Schottertouren am besten ein zweites Reserverad mitnehmen.
Sicherheit
Beim Abstellen des Fahrzeugs, insbesondere in Städten, nichts sichtbar im Innenraum liegenlassen. Nicht immer ist auf die in- oder halbformellen Parkplatzwächter Verlass. Nachts den Wagen möglichst sicher unterstellen.
Wichtig
Fahrzeugpapiere, Pass und Führerschein stets mit sich führen, es gibt viele Routinekontrollen! Bei Fragen oder Problemen an einen der zahlreichen Polizeiposten (Carabineros) wenden.
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